Bericht unserer Sommerfreizeit 2003

(Ein Bericht von Hans W. Neessen)

Ein „in“-Event?

Sind unsere CVJM-Freizeiten eigentlich noch „in“ und zu „toppen“? Wer stellt sich heute als junger Mensch noch für ein volles Freizeitprogramm unentgeltlich zur Verfügung, „schenkt“ dem CVJM mindestens 1 Woche seines Jahresurlaubs und verzichtet damit auf heute üblichen „Spass-Urlaub“ am Mittelmeer oder in Skandinavien? Können Eltern den notwendigen Kostenanteil für ihre Kinder und damit die Teilnahme an unseren Freizeiten noch aufbringen, zumindest bei den „Last-Minute-Angeboten“ der großen Reiseanbieter wertmäßig noch richtig bewerten? Können wir bei den schrecklichen Busunfällen dieses Jahres Busreisen verantworten? Fragen, die sich uns und Ihnen stellen.

Familienfreizeit in Holzhausen-Burbach

Jedenfalls konnten wir in diesem Jahr wieder eine Sommerfreizeit über einen Zeitraum von 8 Tagen anbieten. Ziel war das Blaukreuz-Familien-Ferienheim in Holzhausen bei Burbach in einer der waldreichsten und schönsten Gegenden Deutschlands, im Dreiländereck Nordrhein-Westfalen / Hessen / Rheinland-Pfalz. Wir starteten am Sonnabend, den 19. Juli um 8:00 Uhr von der Turnhalle in der Wilhelmstrasse. Insgesamt 63 Teilnehmer hatten sich eingefunden. Rund 35 Kinder und Jugendliche sowie 5 Gruppenleiter, die sich mit einem ausgewählten 4-Sterne-Bus und einem umsichtigen Profi-Fahrer auf den Weg nach Holzhausen machten. Der Rest der Teilnehmer gehört zur Familienfreizeit, die gleichzeitig im selben Heim stattfindet. Diese fahren mit insgesamt 12 PKW „auf eigene Rechnung und Risiko“.

Willkommen bei Freunden!

Nach einer bewahrten Fahrt gelangen alle wohlbehalten bei wunderschönem Wetter in Holzhausen an. Ein großes, großzügig angelegtes Freizeitheim, am Hang der bergigen Landschaft und am Rand eines großen Waldgebietes erwartet uns. Begrüßt werden wir von „Harald“ (Zwingelberg), Heimleiter dieses noblen und von uns als 5-Sterne-Heim bewerteten Freizeitheimes. Ein freundliches Mitarbeiterteam des Hauses lässt wahr werden, was am Eingang des großen Areals auf dem Begrüßungsschild steht: „WILLKOMMEN BEI FREUNDEN“.

Eine neuzeitliche, komfortable Hausausstattung überrascht uns. Einzel, Doppel- und bis 4 Bettzimmer mit Dusche, WC und Telefon gehören zur Standardausstattung. Die meisten Zimmer haben jeweils einen Balkon. Oftmals befinden sich noch schicke Sitzecken mit Tisch im Zimmer. Großzügige, helle und mit allen technischen Schikanen ausgestattete Gruppenräume, Kaminzimmer, Großer Saal, Leseraum und Spielkeller usw. lassen keine Wünsche offen.

Ein ausgewogenes Ganztagsprogramm

Gleich am ersten Abend werden wir von der Küche mit einem reichhaltigen und leckeren, warmen Essen überrascht. Übrigens, das gesamte Küchenpersonal isst mit uns zusammen im Speisesaal. Das hatten wir bisher noch nie. Vielleicht haben sie uns dabei von Mund und Augen abgelesen, was wir gerne mögen. Und so wurden wir meist gleich beim nächsten Essen damit überrascht. Jeden Morgen frische Brötchen, Kaffee, TEE (alle möglichen Sorten), Milch, Kakao oder Fruchtsäfte. Reichhaltiges Mittagessen. Oft mit Vorsuppe und hinterher mit Nachtisch, ein Abendessenbuffet, was sich sehen lassen konnte. Meist noch mit warmen Essen.

„Ja, und was haben wir sonst noch, außer Essen und Trinken, gemacht?“
Viel! Ein interessantes und anspruchsvolles Ganztagsprogramm:

  • Wecken mit dem Bläsersignal und Lob- und Dankchorälen
  • Einladung zum Morgengebet
  • gemeinsame Morgenandacht (mit der Puppenkiste)
  • Frühstück
  • Räume aufräumen und Bettenmachen
  • Bibelarbeit in altersgleichen Gruppen
    • Jugendliche: Das Leben DAVIDS
    • Familien: Tagestexte aus TERMINE mit Gott
  • Mittagessen
  • Stille Freizeit
  • gemeinsames Vesper (Kaffee, TEE, Milch, Kakao, kalte Fruchtsaftgetränke…)
  • Nachmittagsprogramm für alle oder gruppenintern (Baden, Turniere, Ballspiele, Großes Waldspiel, Fahrten nach Haiger und Dillenburg)
  • Abendessen
  • Tagesplangespräch
  • Abendprogramm – wieder entweder für alle oder gruppenintern (Brot am Stock, „Holzhausen sucht den Superstar“, Grillen, Spielen)
  • gemeinsame Abendandacht
  • Einladung zum Abendgebet
  • …und „Gute Nacht!“

(ein 15-Stunden-Tag)

Ein Freizeit-Singe-Gottesdienst am 20. Juli gehörte zu den großen Gemeinschaftserlebnissen. Singen, Gebet und Andacht standen im Mittelpunkt.

Ein tolles Team

Unser nie müdes Leitungs- und Mitarbeiterteam hatte wesentlichen Anteil an der guten Harmonie der Teilnehmer, liebe Kinder und Jugendliche, verständnisvolle Erwachsene und Familien und nicht zu vergessen, das allzeit freundliche und entgegenkommende Heimteam erleichterten uns die Tage in Holzhausen und ließen sie zu einer unvergesslichen Freizeit werden.
Am Schluss unserer Freizeit pflanzten wir zur Erinnerung und als Dank, auf dem Gelände des Heimes, einen Apfelbaum, der auch symbolisch deutlich machen soll, dass wir an eine Zukunft glauben, in der unser Herr Jesus Christus König sein wird.

Allen Teilnehmern, unseren engagierten und freundlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und vor allem unserem Gott im Himmel, der uns diese schöne Zeit schenkte und auf uns aufpasste, sei von Herzen gedankt.

Gruppenfoto Sommerfreizeit 2003